Foto: Roland Halbe

Preisträger Auszeichnung guter Bauten des BDA Bochum-Hattingen-Herne-Witten 2014

Neues Gymnasium Bochum

Bochum

Foto: Roland Halbe

Neues Gymnasium Bochum

Bochum
Projekt
Neues Gymnasium Bochum
Architekt
Hascher Jehle Architektur
Bauherr
Land Nordrhein-Westfalen, vertreten durch EGR Entwicklungsgesellschaft Ruhr-Bochum mbH
Foto: Maximilian Meisse
Foto: Maximilian Meisse
Foto: Maximilian Meisse
Foto: Maximilian Meisse
Foto: Maximilian Meisse
Foto: Maximilian Meisse
Foto: Svenja Bockhop
Foto: Svenja Bockhop
Foto: Roland Halbe
Foto: Roland Halbe

Preisträger

Auszeichnung guter Bauten des BDA Bochum-Hattingen-Herne-Witten 2014 – Auszeichnungen

Juryurteil:
Der Bau des Neuen Gymnasiums Bochum beeindruckt in mehrerlei Hinsicht.

Konzeptionell beeindruckt die Arbeit durch den Formendialog zwischen der vorhandenen Topografie des Naturdenkmals "Geologischer Garten" und der neu gefundenen Baufigur des "Neuen Gymnasiums".

Funktional beindruckt die Arbeit durch die ineinadergreifenden ringförmigen Baukörper und deren Themengliederung in konzentrierte und kommunikative Bereiche.

Visuell schließlich beeindruckt die Arbeit durch das fassadenintegrierte Kunstkonzept das sich in Farbe und Typografie um das Schulgebäude zieht und als Mittellayer der Fassadenkonstruktion den ersten Satz der Menschenrechtsdeklaration wiedergibt. Die ringförmigen Baukörper des Neubaus beschreiben eine sanfte, fließende Form, die wie ein organischer Körper auf dem offenen gestalteten Schulgelände liegt. Die Freiflächen um das Gebäude selbst sind wellenförmig ohne harte Brüche und Kanten gestaltet und laden die Schüler gleichermaßen ein sich in den Pausen ausgiebig zu bewegen oder auf den Erhebungen nieder zu lassen.

Beim Betreten der Schule überzeugt folgerichtig ein geräumiger, heller, hoher, amorph geformter und von einem transparenten Folienkissendach belichteter Zentralraum. Er schafft Platz für viele Menschen, die sich auf verschieden Ebenen aufhalten können und ist geschickt mit den angrenzenden Außen- und Innenräumen verbunden. Vom Eingangsfoyer gelangt man über eine offene, skulptural geprägte, Treppe auf die oberen Galerieebenen und die angrenzenden Bereich der Klassenzimmer. Großzügige, ringförmige Flure erschließen, im spannungsreichen Wechselspiel mal einseitig - mit Blick in Zentralraum oder Innenhof - mal zweiseitig , die Klassen- und Funktionsräume. Überrascht hat die Jury allerdings, dass die modern ausgestatten Klassenräumen eher einer konventionellen Raumeinteilung entsprechen und allein aufgrund ihrer minimalen Raumgrößen andere Raumkonzepte für Lernsituationen nicht berücksichtigen.

Insgesamt wird der Bau des Neuen Gymnasiums überaus positiv bewertet und als ein Ort mit beeindruckender Großzügigkeit und offener Transparenz in den halböffentlichen Bereichen sowie den Binnen- und Außenräumen, von der Jury besonders gewürdigt.